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Warum es nicht nur eine geben darf

Frauen haben einen langen Weg hinter sich. Vor kurzem feierten wir 100 Jahre Frauenwahlrecht. Erst seit etwa 50 Jahren dürfen Frauen ohne Zustimmung des Ehemannes ein eigenes Bankkonto eröffnen. Seit etwa 40 Jahren dürfen sie ohne der Erlaubnis ihres Mannes Arbeiten. Und bis heute gibt es in den hohen Führungsrängen kaum Frauen.

 

Manchmal scheint es geradezu so, als würde "die Eine" ausreichen.

 

Bild: Die "Eine" wird geknuddelt.

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Die Eine sein

Umso stärker scheint manchmal der Konkurrenzkampf zwischen den Frauen zu sein. Der Kampf darum, die "Eine" zu sein. Die Hübscheste, die Klügste, die Beste, die alles kann. Die Komikerin Carolin Kebekus bringt es auf den Punkt, wenn sie es mit dem Grundgedanken der Märchen unserer Kinderheit vergleicht:  Schneewitchen, Dornröschen, Arielle, ... sie alle sind die Eine. Die anderen Frauen sind meist nur böse Schwiegermütter, böse Stiefschwestern oder böse Hexen. Absagen hörten sich für Carolin Kebekus oft so an: "Wir haben schon eine Frau dabei." Wenn wir beim Vergleich Märchen bleiben und es nur eine Heldin sein darf, dann scheint das gar kein so unlogischer Gedanke mehr zu sein. - Denn wer will sich schon die böse Hexe ins Boot holen? ;-)

 

Als Frauen zu Hause Kind und Hof gehütet haben, war das alles halb so wild. Doch die Zeiten haben sich geändert. Und auch wir Frauen müssen uns verändern.

 

Wir brauchen eine Fußballmannschaft

Die Situation ist vergleichbar mit einem Fußballspiel. Wenn wir ganz alleine auf das Feld gehen und einer Fußballmannschaft gegenüberstehen, dann scheitern wir. Auch wenn wir uns zu zweit einer ganzen Fußballmannschaft gegenüberstellen, scheitern wir. Wir können nicht gleichzeitig Torfau, Verteidigerin, Stürmerin und so weiter sein. Und egal wie talentiert wir sind, wir können niemals eine ganze Mannschaft ersetzen. Wir brauchen mehrere Stürmerinnen, die den Ball ins Tor bringen. Mehrere Verteidigerinnen, die die Torfrau unterstützen. Und wir brauchen mehrere Mittelfeldspielerinnen. Denn jede ist einmal unaufmerksam, jede ist einmal erschöpft, keine kann überall gleichzeitig sein. Und es reicht nicht, einfach nur ein komplettes Team zu haben. Die Spielerinnen müssen auch gut zusammenspielen. Miteinander, nicht gegeneinander.

 

Netzwerken alleine ist zu wenig. Wir müssen uns auch gemeinsam überlegen, wie wir zusammenspielen. Lasst uns mehr wie Fußballerinnen denken.

 

 

 

Lust auf einen Film zum Thema Frauenfußball? Dann hier entlang!

 

Quellen:

https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/tid-21578/zum-weltfrauentag-meilensteine-der-frauenemanzipation-in-deutschland-die-erste-frau-die-ohne-erlaubnis-ihres-ehemannes-arbeiten-darf_aid_605621.html

https://www.woman.at/a/frauen-karriere-fuehrung

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